Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

„Bärbel Bohley - Tagebuch einer Auflehnung“ - Filmpremiere mit Regisseur Fosco Dubini am 20. Juni 2026!  

Deutschland, Schweiz 2025 von Fosco Dubini, Barbara Marx, 96 min., Dokumentarfilm

Bärbel Bohley war eine ostdeutsche Künstlerin und Bürgerrechtlerin. Sie wurde 1988 als Oppositionelle in der DDR verhaftet und zwangsweise in den Westen abgeschoben. Über die Zeit in Westdeutschland und ihre Reisen nach England, Frankreich und Italien sowie ihre Begegnungen mit westeuropäischen Intellektuellen und Politiker:innen führte sie ein Tagebuch als Zeugnis ihres ungebrochenen Widerstands. Nach 6 Monaten erkämpfte sie ihre Rückkehr in die DDR – ein einmaliger Vorgang. Sie wurde Mitbegründerin der Bürgerrechtsbewegung „Neues Forum“ und das prominente Gesicht der Friedlichen Revolution 1989. Sie verstarb 2010 an Krebs.

 

Die kurze intensive Phase radikaler Veränderung 1988–89 in der DDR steht im Fokus des Films. Parallel zu den Stationen des Tagebuchs, denen die Filmerzählung folgt, schildern enge Freunde und Mitstreiterinnen ihre eigenen Erfahrungen mit der Staatssicherheit, den perfiden Unterdrückungsmaßnahmen und den Haftbedingungen im Gefängnis Berlin­ Hohenschönhausen. Auch die Frage, ob politische Häftlinge in den Gefängnissen möglicherweise radioaktiv verstrahlt wurden, wirft ein neues Licht auf das Regime der DDR. Zudem ergänzen die Protagonist:innen die eigenen Aussagen Bohleys durch ihre Perspektive auf ihre Ausbürgerung und ihre Biografie.

 

Im Anschluss laden wir zum Gespräch mit dem Regisseur Fosco Dubini ein.

Moderation: Stephan Bickardt, Bürgerrechtler und Weggefährte

 

Samstag, 20.06.2026, 17 Uhr

 

Kinobar „Prager Frühling“

Bernhard-Göring-Straße 152

04277 Leipzig


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