Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

Herzlich willkommen auf der Website des Archiv Bürgerbewegung Leipzig.

Seit Vereinsgründung 1991 sammelt das Archiv die hinterlassenen Selbstzeugnisse der DDR-Opposition, der Bürgerbewegung und der in den Jahren 1989/90 entstandenen Initiativen und Parteien. Wir möchten diese Unterlagen sichern, erschließen und dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Mit der kontinuierlichen Sammlung relevanter Schrift-, Bild- und Tonquellen lassen sich die Anfänge des politischen Protestes, die Ursachen und der Verlauf der Friedlichen Revolution und das Entstehen demokratischer Strukturen umfangreich und detailliert belegen.

Wenn Sie im Besitz von Unterlagen und Dokumenten (Fotos, Schriftgut u.a.) sind, welche für unser Archiv relevant sind und Sie wissen nicht wohin damit - kontaktieren Sie uns! Für weitere Informationen dazu lesen Sie bitte unsere Broschüre zum Thema Quellensammlung.

Erfahren Sie auf unserer Website mehr zu unserem Bestand an Fotos und anderen Dokumenten. Außerdem finden Sie hier unsere Nutzungshinweise, Antragsformulare und haben Zugriff auf unsere Online-Datenbank.

Seit April 2006 erinnern in Leipzig Stolpersteine an ehemalige Bewohner der Stadt, die vom Nazi-Regime verfolgt und deportiert und die schließlich zu Tode gekommen waren. Bisher liegen in Leipzig 565 Steine an 198 verschiedenen Orten.

Auf Grund der momentanen Situation wird der Initiator des Projektes, der Kölner Bildhauer Gunter Demnig, die Steine nicht selbst verlegen können. Ausnahmsweise wird dies die Arbeitsgemeinschaft am 11.6.2020 übernehmen und die Erinnerungsmale ebenerdig in den Gehweg einbringen.

Ablauf...

Die Wanderausstellung zeigt anschaulich, wie die Presse- und Meinungsfreiheit in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR eingeschränkt und unterdrückt wurde. Sie spannt dabei den Bogen von der Nachkriegszeit hin zum Einfluss der Westmedien, über die Untergrundzeitschriften der DDR-Opposition bis zum Medienfrühling 1990, als zahlreiche neue Zeitungen gegründet wurden. BesucherInnen können selbst in originalen Zeitungen blättern oder in Sendungen des Piratensenders „Radio Glasnost“ hineinhören.

Öffnungszeirten:

Ort:

Führung:

Di bis Fr, 10 bis 16 Uhr

Haus der Demokratie Leipzig, 2. Obergeschoss, Raum 203

Donnerstag, 26. März 2020, 15 Uhr

Weitere Termine und Schülerprojekte auf Anfrage!

Das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. sucht zum 1. September 2020 eine/n Beschäftigten im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes für ein Jahr bis zum 31. August 2021.

Nähere Informationen findet ihr hier.

Du hast Lust, die Arbeit in einem kleinen Archivteam und einer Einrichtung für politische Bildung kennen zu lernen und bist interessiert an der Geschichte von Widerstand und Opposition in der ehemaligen DDR / SBZ? Dann bewirb Dich schriftlich bis zum 30. Juni 2020 bei dem Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V., Bernhard-Göring Straße 152, 04277 Leipzig

oder sende Deine Bewerbungsunterlagen per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

In der neuesten Ausgabe des "Archivar", der Zeitschrift für das Archivwesen, werden erstmals freie und unabhängige Archive vorgestellt. In der Nummer 2 / 2017 vom Mai diesen Jahres findet man auf den Seiten 158 bis 163 einen Beitrag über die Historie, die Bestände und die Tätigkeit das Archiv Bürgerbewegung Leipzig.

Die komplette Zeitschrift kann nunmehr auf der Internetseite des VdA - Verband deutscher Archivarinnen und Archivare unter http://www.archive.nrw.de/archivar/hefte/2017/Ausgabe-2/Archivar-2_2017.pdf gelesen und / oder heruntergeladen werden.

Das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. sucht zum 1. Mai 2020 für die Geschäftsstelle in Leipzig zur Unterstützung der Geschäftsleitung und für die Buchhaltung eine Fachkraft Verwaltung/ Buchhaltung in Teilzeit, 20 Stunden wöchentlich, befristet bis 31. Dezember 2020. Mit Aussicht auf Verlängerung.

Wir bieten Ihnen eine verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem Team aus haupt‐ und ehrenamtlichen Kollegen und Kolleginnen.

Das Aufgabengebiet umfasst die Verantwortung für die Finanzplanung und ‐abwicklung sowie alle Vorgänge im Zusammenhang mit Rechnungslegung und Buchhaltung. Weitere Informationen und Bewerbungsvoraussetzungen entnehmen Sie bitte der PDF. Bewerbungen werden bis zum 27. März 2020 entgegen genommen.

Das Archiv Bürgerbewegung Leipzig bleibt vom 23. Dezember 2019 bis einschließlich 7. Januar 2020 geschlossen.

Neuigkeiten: Gregor Gysi soll am 9. Oktober, dem 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution, in der Leipziger Peterskirche im Rahmen eines Konzerts eine Festrede halten (von einer anderen Veranstaltung war unsererseits nie die Rede). Diese Tatsache und unser vielstimmiger Protest haben eine heftige Debatte ausgelöst. Manche behaupten sogar, Gregor Gysi habe in der Revolution eine wichtige Rolle gespielt und sie gefördert. Das stimmt ganz und gar nicht!

Noch am 4. November 1989 hat er auf dem Alexanderplatz die führende Rolle der SED und das Agieren seines SED-Parteivorsitzenden, Egon Krenz, dessen Nachfolger Gysi wurde, verteidigt. Am 9. Oktober 1989 entschied sich die Revolution, am 4. November 1989 waren die Veranstalter bereits eine „Sicherheitspartnerschaft“ mit SED, Stasi und Polizei eingegangen, die Mauer war de facto bereits offen, denn ab diesem Wochenende konnte jeder, der wollte, die DDR über die CSSR Richtung Bundesrepublik offiziell verlassen (was auch etwa 50.000 Menschen taten!). Ohne den 9. Oktober 1989 kein 4. November und kein 9.November! Der 9. Oktober 1989 war der symbolische 14. Juli der ostdeutschen Revolution, der Tag, an dem 1789 die Bastille erstürmt wurde. Und mit dem 9. Oktober hatte Gregor Gysi nichts, aber auch gar nichts zu tun. Die Demonstranten überwanden ihre Angst, um gegen Gysis Partei und nicht für deren „führende Rolle“ aufzubegehren. Deshalb sind wir gegen Gysis Auftreten am 30. Jahrestag der Revolution in einer Leipziger Kirche. Und das steht auch so deutlich in unseren Erklärungen.

Die Protesterklärung vom 28. Juni 2019 haben mittlerweile über 700 Personen unterzeichnet. Die aktuelle Version vom 5. Juli 2019 finden Sie hier.

Uwe Schwabe - Archiv Bürgerbewegung Leipzig
Ilko-Sascha Kowalczuk - für die Initiatoren des Offenen Briefes
Frank Ebert - Robert Havemann-Gesellschaft

Leipzig und Berlin, 01. Juli 2019 

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Stand 28. Juni 2019: Über 420 Bürger und Bürgerinnen, die ein breites politisches Spektrum Deutschlands vertreten, sind empört darüber, dass ausgerechnet Gregor Gysi am 9. Oktober 2019 in einer Leipziger Kirche eine Festrede zum Jahrestag der ostdeutschen Revolution halten soll. Unter den Unterzeichnern und Unterzeichnerinnen befinden sich Vertreter und Vertreterinnen der DDR-Opposition, aus der DDR-Aufarbeitung, aus der Wissenschaft, Kunst und Kultur sowie politische Akteure aus Ost und West.

Wir geben hiermit die Protesterklärung zur Kenntnis. Sie kann sofort verwendet, verbreitet werden und hier heruntergeladen werden.

Zum Hintergrund: 

In diesem Jahr feiern wir den 30. Jahrestag der Revolution, die die SED-Diktatur beendete. Der Tag der Entscheidung war der 9. Oktober 1989, als über 70.000 Menschen aus der ganzen DDR in Leipzig gegen die SED-Herrschaft demonstrierten. Schon in den Wochen zuvor war das Regime durch die Massenflucht sowie die Gründung neuer Bürgerbewegungen destabilisiert worden. Die Montagsdemonstration am 9. Oktober 1989 in Leipzig sollte die Entscheidung bringen: Würde das SED-Regime mit militärischer Gewalt die Demonstration niederschlagen oder würde es zurückweichen? Alle Vorbereitungen dafür waren getroffen. Angesichts der unerwartet großen Menschenmasse aber wich das Regime zurück. Die bereit stehenden Einsatztruppen von Armee, Polizei und Staatssicherheit und die SED kapitulierten, die Diktatur war am Ende.

Am Freitag den 1. November 2019 bleibt das Archiv geschlossen.

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