Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

Herzlich willkommen auf der Website des Archiv Bürgerbewegung Leipzig.

Seit Vereinsgründung 1991 sammelt das Archiv die hinterlassenen Selbstzeugnisse der DDR-Opposition, der Bürgerbewegung und der in den Jahren 1989/90 entstandenen Initiativen und Parteien. Wir möchten diese Unterlagen sichern, erschließen und dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Mit der kontinuierlichen Sammlung relevanter Schrift-, Bild- und Tonquellen lassen sich die Anfänge des politischen Protestes, die Ursachen und der Verlauf der Friedlichen Revolution und das Entstehen demokratischer Strukturen umfangreich und detailliert belegen.

Wenn Sie im Besitz von Unterlagen und Dokumenten (Fotos, Schriftgut u.a.) sind, welche für unser Archiv relevant sind und Sie wissen nicht wohin damit - kontaktieren Sie uns! Für weitere Informationen dazu lesen Sie bitte unsere Broschüre zum Thema Quellensammlung.

Erfahren Sie auf unserer Website mehr zu unserem Bestand an Fotos und anderen Dokumenten. Außerdem finden Sie hier unsere Nutzungshinweise, Antragsformulare und haben Zugriff auf unsere Online-Datenbank.

Wer sind die Köpfe und Menschen im Archiv? Was sind die Aufgaben? Welche Archivalien sind besonders? Diese Fragen wollen wir beantworten und dabei einen persönlichen Zugang bieten. Diana ist Projektmitarbeiterin und seit vielen Jahren für das ABL tätig.

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Hanisch Bild aus Onlinedatenbankscreenshot

In unserer Online-Datenbank sind nun auch Fotografien von Jürgen Hanisch einzusehen. Am 25. September 1989 demonstrierten erstmalig Menschen über den Leipziger Innenstadtring, wie an den darauf folgenden Montagen. Am 9. Oktober 1989 gelang erstmals die Umrundung über den Innenstadtring, als mehrere zehntausend Menschen auf der Straße waren. Die Zahl der Demonstrationsteilnehmer stieg auch an den folgenden Montagen weiter an. Am 30. Oktober 1989 nahmen schließlich etwa 300.000 Menschen an der Montagsdemonstration in Leipzig teil. Jürgen Hanisch war Amateurfotograf und Gründungsmitglied des Christlichen Umweltseminar Rötha (CUR), das spätestens seit dem 9. Oktober 1989 an den Montagabenden in Leipzig mitdemonstrierte. Weitere Fotos und Dokumente zu Jürgen Hanisch in der Onlinedatenbank zu finden.

Collage_Zeitzeugenprojekt-Transformationszeit

Seit einigen Monaten führen wir Zeitzeugengespräche mit mehr oder weniger stark involvierten Akteuren der Ereignisse von 1989 durch. Dabei steht im Fokus nicht nur der Zusammenbruch der DDR und die Demonstrationen welche dazu führten, sondern auch der Beginn und Aufbau demokratischer Strukturen. Neues Forum, Demokratie Jetzt, Demokratischer Aufbruch und viele andere Parteien gründeten sich 1989 um die Gesellschaft mitzugestalten. Wie kam es zu diesem Engagement des Einzelnen und worin bestand es? Wie ging es nach dem Zusammenbruch des SED-Regime im bald gesamtdeutschen Staat weiter? Diese und weitere Fragen stellten wir einer Reihe von ZeitzeugInnen und werden wir auch in den kommenden Wochen stellen. Weiteres dazu folgt.

Lesung_Harald_Wagner_Flyer

Wie konnten sich Einzelne gegen die Stasi behaupten? Harald Wagner, nach der Friedlichen Revolution Professor für Soziologie und Theologie in Dresden, saß 1980/81 im Stasiuntersuchungsgefängnis Leipzig und in der Haftanstalt Brandenburg ein. Der politische Häftling und Familienvater hatte die Möglichkeit, wöchentlich Briefe mit seiner Frau Beate zu tauschen. Entstanden ist ein einmaliges Zeugnis der Verbundenheit und Liebe, des christlichen Glaubens und philosophischer Reflexion. Nicht alle Briefe drangen durch die Zensur der Gefängnisaufsicht. Gemeinsam mit Wagners sollen am 19. September 2020 mit dem Ansatz der Bürgerforschung der Briefwechsel erschlossen und Hintergründe der Aufzeichnungen ausgeleuchtet werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Veranstaltung findet statt in Zusammenarbeit zwischen Bürgerkomitee Leipzig e.V., Träger der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, dem Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V., der Stiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur, und der Evangelischen Akademie Sachsen. Leitung: Stephan Bickhardt und Dr. Panja Lange

Eine Anmeldung ist notwendig. (LEIDER SCHON AUSGEBUCHT, Nachfolgeveranstaltung in Planung, bei Interesse Anmelden möglich)

Seit April 2006 erinnern in Leipzig Stolpersteine an ehemalige Bewohner der Stadt, die vom Nazi-Regime verfolgt und deportiert und die schließlich zu Tode gekommen waren. Bisher liegen in Leipzig 565 Steine an 198 verschiedenen Orten.

Auf Grund der momentanen Situation wird der Initiator des Projektes, der Kölner Bildhauer Gunter Demnig, die Steine nicht selbst verlegen können. Ausnahmsweise wird dies die Arbeitsgemeinschaft am 11.6.2020 übernehmen und die Erinnerungsmale ebenerdig in den Gehweg einbringen.

Ablauf...

Der seit 1981 in der DDR lebende Fotograf Mahmoud Dabdoub präsentiert bis zum 28.09.2020 eine Jubiläumsausstellung. Ausgewählte Bilder zu 30 Jahren Mauerfall sind in den Räumen des Magistralenmanagement in der Georg-Schumann-Straße 126 zu sehen.

Seit 2014 werden im Archiv Bürgerbewegung Leipzig kontinuierlich die Aufnahmen des Fotografen erschlossen, welche den Zeitraum zwischen 1982 und 1995 umfassen. Sie dokumentieren den Alltag in der DDR und im wiedervereinigten Deutschland. Im Zentrum stehen die „kleinen Leute“ mit ihren Bemühungen, sich selbst zu behaupten. Dabdoubs Bilder loten Handlungsspielräume in der SED-Diktatur aus und dokumentieren den gesellschaftlichen Wandel und politischen Neuanfang ab 1990. Eine detaillierte Bestandsübersicht sowie biografische Informationen zum Fotografen erhalten Sie hier.

Die Wanderausstellung zeigt anschaulich, wie die Presse- und Meinungsfreiheit in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR eingeschränkt und unterdrückt wurde. Sie spannt dabei den Bogen von der Nachkriegszeit hin zum Einfluss der Westmedien, über die Untergrundzeitschriften der DDR-Opposition bis zum Medienfrühling 1990, als zahlreiche neue Zeitungen gegründet wurden. BesucherInnen können selbst in originalen Zeitungen blättern oder in Sendungen des Piratensenders „Radio Glasnost“ hineinhören.

Öffnungszeirten:

Ort:

Führung:

Di bis Fr, 10 bis 16 Uhr

Haus der Demokratie Leipzig, 2. Obergeschoss, Raum 203

Donnerstag, 26. März 2020, 15 Uhr

Weitere Termine und Schülerprojekte auf Anfrage!

Das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. sucht zum 1. September 2020 eine/n Beschäftigten im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes für ein Jahr bis zum 31. August 2021.

Nähere Informationen findet ihr hier.

Du hast Lust, die Arbeit in einem kleinen Archivteam und einer Einrichtung für politische Bildung kennen zu lernen und bist interessiert an der Geschichte von Widerstand und Opposition in der ehemaligen DDR / SBZ? Dann bewirb Dich schriftlich bis zum 30. Juni 2020 bei dem Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V., Bernhard-Göring Straße 152, 04277 Leipzig

oder sende Deine Bewerbungsunterlagen per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

In der neuesten Ausgabe des "Archivar", der Zeitschrift für das Archivwesen, werden erstmals freie und unabhängige Archive vorgestellt. In der Nummer 2 / 2017 vom Mai diesen Jahres findet man auf den Seiten 158 bis 163 einen Beitrag über die Historie, die Bestände und die Tätigkeit das Archiv Bürgerbewegung Leipzig.

Die komplette Zeitschrift kann nunmehr auf der Internetseite des VdA - Verband deutscher Archivarinnen und Archivare unter http://www.archive.nrw.de/archivar/hefte/2017/Ausgabe-2/Archivar-2_2017.pdf gelesen und / oder heruntergeladen werden.


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