Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

Karim Saab„Man hätte immer in offene Messer rennen können.“

Ab Anfang der 1980er Jahre initiierte Karim Saab verschiedene Aktivitäten der Initiativgruppe „Hoffnung Nicaragua“.Initiativgruppe Hoffnung Nicaragua (IHN)
Die internationale Solidarität in der DDR war eine staatlich gelenkte und wurde den Menschen von oben verordnet. Man spendete pauschal und der Staat entschied, wem Hilfe zuteil werden kann. Unabhängige Einzelinitiativen wurden dementsprechend behindert und unterdrückt.Die IHN wurde 1981 gegründet. Sie unterstützte die sandinistische Revolution in Nicaragua und im Besonderen ein Landschulzentrum in Monte Fresco bei Managua. Dafür organisierte sie Kunstauktionen und sammelte Spendengelder. 1987 gab die Gruppe ein Informationsblatt heraus und veranstaltete eine Vortragsreihe zum Thema „Politik und Hoffnung“.
Von 1983 an brachte er die Zeitschrift „Anschlag“Anschlag
Gesellschaftskritische Untergrundzeitschrift, die durch die Restauratorin Wibke Müller gestaltet wurde. Es war eine von der Kirche unabhängige Samisdat-Zeitschrift, die seit 1984 erschien. Ihr Profil lag besonders darauf, mit jedem Heft auch Kunst zu produzieren.
illegal heraus. Er erzählt von der Rechtsunsicherheit in der DDR und seinen Problemen mit der Staatsmacht, die jedoch das Lebensgefühl einer jungen renitenten Generation nicht brechen konnte.

 

 

Lebenslauf

 
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