Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

Am Mittwoch, den 19. Oktober 2016, war um 19.00 Uhr in der Kinobar Prager Frühling (Bernhard-Göring-Straße 152 in 04277 Leipzig) der Dokumentarfilm »Kopf - Herz - Tisch. Kindheit ohne Eltern« zu sehen.

Nach dem 70-minütigen Film fand ein Podiumsgespräch mit der Autorin Sonja Toepfer und dem Zeitzeugen Wolfgang Focke statt, welches Ingolf Notzke, wissenschaftlicher Referent der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau moderiert hat.

Im Mittelpunkt des Films von Sonja Toepfer stehen die Folgen repressiver Heimerziehung in den 1950er und 1960er Jahren der Bundesrepublik. Mit einem roten Tisch und zwei Klappstühlen hat die Autorin Frauen und Männer aufgesucht und sie eingeladen, über ihre Kindheit ohne Eltern, in Säuglings-, Kinder- und Erziehungsheimen, bei gewalttätigen Pflegefamilien sowie in einer Welt, in der liebevolle Mütter und Väter abwesend waren, zu sprechen. Entstanden ist eine Interviewdokumentation mit experimenteller Dramaturgie, die besonders berührt und die Tonalität biografischer Bewältigungsstrategien sichtbar werden lässt.

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau und der Kinobar Prager Frühling statt und wurde unterstützt durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten.

Archivpublikation - Die Reden auf den Leipziger Montagsdemonstrationen 1989/90Am 17. Oktober 2016 wurde um 18.30 Uhr in der Nikolaikirche die Archivpublikation "Wir haben nur die Straße": Die Reden auf den Leipziger Montagsdemonstrationen 1989/90, welche im März erschienen ist, nochmals öffentlich präsentiert. Erstmalig werden in dieser Dokumentation auf einer beiliegenden CD bisher unbekannte Tonaufnahmen von einer SED-Parteisitzung am Vormittag des 9. Oktober 1989 im Leipziger Rathaus und der Einweisung der Genossen, die um 15 Uhr die Nikolaikirche »besetzen« sollten, veröffentlicht.

Es fand ein Podiumsgespräch mit Achim Beier, Elke Urban und Frank Pörner statt, welches Reinhard Bohse moderiert hat.

Weitere Informationen zum Buch und den Tonmitschnitten finden Sie hier (PDF Dokument | Download).

Dank des Förderprogrammes der Sächsischen Staatskanzlei zur Erinnerung an den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit und der Wiedergründung des Freistaates Sachsen wurde vom Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. ein multimedialer Verfassungskoffer entwickelt.Dank des Förderprogrammes der Sächsischen Staatskanzlei zur Erinnerung an den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit und der Wiedergründung des Freistaates Sachsen wurde vom Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. ein multimedialer "Verfassungskoffer" entwickelt. Am 27. September 2016 kam dieser erstmals im Johann-Walter-Gymnasium in Torgau im Geschichtsunterricht zum Einsatz. Thematischer Schwerpunkt dieses Schülerbildungsprojektes ist die Entstehungsgeschichte der Sächsischen Verfassung von 1989/90 bis zu ihrer Verabschiedung 1992. Der „Verfassungskoffer“ ist für 9. bis 12. Klassen an Oberschulen, Gymnasien und beruflichen Gymnasien für die Fächer Gemeinschaftskunde, Recht, Wirtschaft (GRW) sowie Geschichte geeignet und orientiert sich an den jeweiligen Lehrplänen. Im Anschluss an den Unterricht wurden Möglichkeiten erörtert, wie interessierte Lehrende an sächsischen Schulen den "Verfassungskoffer" nutzen können. Alle Interessierten melden sich bitte im Archiv Bürgerbewegung Leipzig.

www.89-90.sachsen.de

Buchpräsentaion März 2016Die neue Archivpublikation »Wir haben nur die Straße« - Die Reden auf den Leipziger Montagsdemonstrationen 1989/90 - wurde am 19. März 2016 um 18.00 Uhr der Öffentlichkeit präsentiert.

Nach einer Einführung von Tobias Hollitzer kamen die DDR-Bürgerrechtler Jürgen Tallig und Gunther Weißgerber mit Thomas Hauf, moderiert von Reinhard Bohse, ins Gespräch.

Veranstaltungsort: Kinosaal, Museum in der Runden Ecke, Dittrichring 24, 04109 Leipzig

In Zusammenarbeit mit dem Mitteldeutschen Verlag, gefördert durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten.

Am 1. Oktober 2015 fand im Dialogforum "Frei_Raum" auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig eine Veranstaltung zum Thema "20 Jahre nach dem Krieg in Bosnien und Herzegowina" statt. Nach einem kurzen Vortrag von Herrn Michael Weichert (Honorarkonsul BiH, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Leipzig - Travnik) um 18.00 Uhr wurde der Dokumentarfilm "Waffenruhe - 20 Jahre nach dem Zerfall Jugoslawiens" (2011, 45 min) gezeigt. Danach diskutierten Gisela Kallenbach, Michael Weichert und Azem Ejubovic (Zeitzeuge aus Bosnien und Herzegowina) über das Geschehen, die Gegenwart und die Zukunft Bosniens und Herzegowinas (Moderation: Georg Eulitz, Universität Leipzig). Den Abend beendete um 21.00 Uhr das Leipziger Trio "Rozhinkes" mit einem Klezmerkonzert.

Der Zerfall des Staates Jugoslawien seit 1991 in die sieben Staaten Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro, Kosovo und Mazedonien ging mit zahlreichen militärischen Konflikten, Bürgerkriegen und einem Völkermord einher. Nach der internationalen Anerkennung Bosnien und Herzegowinas im April 1992 herrschte drei Jahre Krieg zwischen serbischen, kroatischen und bosniakischen Einheiten. Die Zahl der Todesopfer des "Bosnienkrieges" wird mit 100.000 angegeben, mehr als 2 Millionen Menschen wurden vertrieben.

Srebrenica Friedhof in Potocari Kopie für HomepageDie Veranstaltung erinnerte auch an den 20. Jahrestag des Völkermords in Srebrenica. Im Zuge des Bürgerkrieges wurden im Juli 1995 in der Gegend um Srebrenica mehr als 8.000 Bosniaken – fast ausschließlich Männer und Jungen zwischen 13 und 78 Jahren – getötet.

Abb.: Srebrenica, Friedhof in Potocari

Veranstalter: Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V., Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Stiftung Friedliche Revolution

Ministerpräsident Tillich besucht das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

Der Sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat am 13. August 2015, anlässlich des 54. Jahrestages des Mauerbaus, das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. besucht. Mit dem Besuch des Ministerpräsidenten wird die mittlerweile fast 25 Jahre andauernde Arbeit des Archives gewürdigt. Während eines Rundganges durch die Archivräume wurden die Arbeit des Archivs vorgestellt und ausgewählte Dokumente aus dem Archivbestand gezeigt.

Pressemitteilung des ABL vom 13.08.2015

Am Donnerstag, den 2. Juli 2015 hat der Staatsminister und Chef der Staatskanzlei, Herr Dr. Fritz Jaeckel, um 12.00 Uhr das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. besucht.

Er übergab dem Archiv einen Zuwendungsbescheid der Sächsischen Staatskanzlei aus dem diesjährigen Programm zur Förderung von Aktivitäten zur Erinnerung an den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit und der Wiedergründung des Freistaates Sachsen im Jahr 1990. Mitarbeiter des Archivs werden im Rahmen dieses sächsischen Förderprojektes bis Ende 2015 ein Schülerprojekt erarbeiten, in dem die Entstehung der Sächsischen Verfassung zwischen 1989 bis 1992 im Mittelpunkt steht.

Pressemitteilung des ABL vom 01.07.2015

2014 06 24 Preisträger

Das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. hat in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin den Deutschen Nationalpreis 2014 verliehen bekommen. Im 25. Jubiläumsjahr der Friedlichen Revolution würdigt die Auszeichnung die Leipziger Montagsdemonstrationen von 1989 repräsentiert durch Christoph Wonneberger (Pfarrer der Lukaskirche Leipzig i.R.), Christian Führer (Pfarrer der Nikolaikirche Leipzig i.R., entgegengenommen von seiner Tochter Katharina Köhler) sowie Uwe Schwabe (Leipziger Bürgerrechtler und Mitbegründer des Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.) und das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. wegen seines Engagements für die Erinnerung an die Friedliche Revolution.

Die Laudatio hielt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Nationalstiftung, Professor Dr. Richard Schröder. Er würdigte in seiner Rede den Mut der Menschen, die gegen die SED-Diktatur aufbegehrten und auf den Montagsdemonstrationen demokratische Rechte einforderten.

Der Leipziger Bürgerrechtler Jochen Läßig engagiert sich seit vielen Jahren als Vorstandsmitglied für das Archiv Bürgerbewegung und bedankte sich stellvertretend für dessen Mitglieder und Mitarbeiter für die Ehrung der Archivarbeit (Foto unten).

 2014 06 24 Lässig Rede

Am 27. November 2013 wurde um 19 Uhr der Dokumentarfilm "Wittstock statt Woodstock. Hippies in der DDR" (NOAHFILM, 45 min, 2005) von Lutz Rentner und Otto Sperlich gezeigt.
Anschließend fand ein Gespräch mit Dirk Moldt (Verfasser des Buches "Zwischen Haß und Hoffnung. Die Blues-Messen 1979 - 1986" Berlin, 2008) und Saskia Paul (Zeitzeugin) statt. Moderation: Stephan BickhardtIMG 4787 2

Im vollen Kino entdeckte man Beteiligte, die früher, und auch heute noch, der Hippie-Szene angehörten. In einer anschließenden Diskussionsrunde haben viele Zuschauer von ihren Erlebnissen in der damaligen Zeit berichtet.

Eine Veranstaltung des Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. und der Kinobar Prager Frühling in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Am Donnerstag, den 10. Oktober 2013 um 19.00 Uhr fand eine Veranstaltung mit dem tschechischen Dissidenten und Politiker Milan Horáček statt. Nach einer mdr-Dokumentation über den Prager Frühling und dessen Niederschlagung sprach Stephan Bickhardt mit Milan Horáček über dessen bewegtes Leben.

10.10.2013 Internet

Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 emigrierte Milan Horáček in die Bundesrepublik Deutschland. Er war Gründungsmitglied der Partei "Die Grünen" und für diese im hessischen Landtag, im Bundestag und im Europaparlament tätig.

 

Offen sprach Milan Horáček über seine Kindheit und Jugend in Velké Losiny (Groß Ullersdorf im Altvatergebirge, Tschechoslowakei), seine Flucht im Jahr 1968 über die tschechisch-österreichische Grenze und seine Ankunft in der Bundesrepublik Deutschland. In dem zweistündigen Gespräch kamen auch Themen wie Menschenrechte und ökologische Landwirtschaft nicht zu kurz.

Eine Veranstaltung des Archiv Bürgerbewegung Leipzig, der Kinobar Prager Frühling in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung