Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

Inhaltlich zeichnet dieses SchülerInnenprojekt die Mediengeschichte der SED-Diktatur nach. Aufgegriffen wird die Entstehung und Entwicklung der Unterdrückung der Presse- und Meinungsfreiheit in der Sowjetischen Besatzungszone bzw. der DDR im Zeitraum 1945 bis 1990.

Konzipiert wurde das SchülerInnenarbeitsheft „Rotstift“ für die Klassen 9 bis 10 der Oberschulen und die Klassen 9 bis 12 der Gymnasien.

Ganz aktuell wird der so genannten „Lügen- oder Systempresse“ Unmündigkeit, staatliche Abhängigkeit oder Staatsnähe vorgeworfen. Diese unreflektierten Äußerungen verzerren das Geschichtsbild über Medien in einer Diktatur und die Tatsachen der Gegenwart. Diese Aussagen machen einen Blick hinter die historischen Fakten notwendig. Die SchülerInnen sollen für die Vorzüge des demokratischen Mediensystems sensibilisiert werden. Das Projekt dient der bewussteren Wahrnehmung der eigenen gesellschaftlichen Verantwortung und des eigenverantwortlichen Handelns.

Themenbereiche 

  1. Staatliche Lenkung des Mediensystems in der SED-Diktatur
  2. Formen der Gegenöffentlichkeit
  3. Der Zerfall des SED-Medienmonopols
  4. Das Mediensystem in der Bundesrepublik Deutschland

Die Themenbereiche 1 bis 3 stellen Zeitzeugen vor, die damals Jugendliche waren. Ihr Umgang mit der Medienmacht und der Zensur sowie ihr aktives Aufbegehren lässt Geschichte erlebbar werden. Aufbegehrt wurde z.B. mit einem unabhängigen Radiosender oder dem Druck von Samisdatschriften. Das Heft bietet in Verbindung mit der Internetseite rotstift.archiv-buergerbewegung.de eine einzigartige Materialzusammenstellung.

Das Projekt "Rotstift" kann in den Räumen des ABL oder in der Schule durchgeführt werden. Dies ist im Rahmen eines 90-minütigen Workshops oder eines Projekttages möglich. Zusätzliche Angebote sind eine Wanderausstellung zur kostenlosen Ausleihe und eine Begleitpublikation zur Wanderausstellung.