Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

StolpersteineDas nachbarschaftliche Zusammenleben war bis 1933 nahezu intakt, aber auf einmal war die Nachbarwohnung leer, waren die Nachbarn weg, Möbel und Einrichtungsgegenstände wurden abgeholt und niemand will etwas gewusst haben?
Das bleibt für den Kölner Aktionskünstler Gunter Demnig unbegreiflich und dieses Unbegreifbare ist sein Antrieb, die Erinnerung nicht verlöschen zu lassen.
STOLPERSTEINE sollen die Schicksale von Juden, Sinti und Roma, politisch und konfessionell Verfolgten, Homosexuellen, Euthanasieopfern wieder ins Gedächtnis rufen und wach halten.
Die Form, die Gunter Demnig dabei wählt, ist ein sehr individuelles Gedenken: Es werden die ehemaligen Adressen von ermordeten Menschen recherchiert. In den Gehwegen vor deren Wohnhäuser werden die Stolpersteine ebenerdig eingesetzt.

Die letzte Verlegung fand am 19.09.2016 statt. Einen Bericht der Verlegung finden Sie demnächst hier.

Am 15. Juni 2005 verabschiedete der Stadtrat einen Beschluss, dass sich Leipzig an dem bundesweiten Erinnerungsprojekt an die Naziopfer beteiligt. Mit der organisatorischen Umsetzung sollte ein Verein beauftragt werden. Es folgten Beratungsgespräche zwischen der Stadt und verschiedenen Vereinen. Im Ergebnis wurde eine Arbeitsgruppe gebildet. Um einen Ansprechpartner zu haben, hat die Stadt uns mit der Koordination beauftragt.

Information über die in Leipzig verlegten Stolpersteine finden Sie unter www.stolpersteine-leipzig.de

StolpersteinAusstellung 200
Neue Ausstellung

Zur Begleitung des Projektes entstand 2014/2015 eine neue Wanderausstellung. Sie besteht aus acht roll-ups und kann kostenlos ausgeliehen werden.

Inhaltlich wird das Projekt vorgestellt und sieben Schicksale in Bezug zu den Herrschaftspraktiken der Nationalsozialisten gesetzt. Damit wird das Besondere des Individuellen zum dramatischen Beispiel einer Massenerscheinung.

Mehr Informationen zur Ausstellung Stolpersteine finden Sie hier.